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Philosophisches Café

Alles oder Nichts – Philosophie radikaler Umbrüche
Philosophieren lebt manchmal aus der zurückgezogenen, betrachtenden Schau auf das Ganze, die zu einem besonnenen Urteil findet – und manchmal aus der Leidenschaft des Radikalen, das an die Wurzel geht und dort um alles oder nichts ringt.
Was kann es bedeuten, an dieser Grenze zu denken? Welche Erfahrungen erwarten uns angesichts solcher radikaler Denkwege – und was folgt aus ihnen?
Wir erleben Umbrüche an Übergangsstellen unseres Lebens, wenn ein neuer Erfahrungsraum betreten wird, der uns ein radikal verändertes Sich-Positionieren abverlangt (in der Pubertät, bei der Heirat, dem ersten Kind, dem Tod eines Partners). Wir kennen sie aber auch als gesellschaftliche Veränderungen, die sich mit der Entdeckung oder Einführung bestimmter Hilfsmittel und Werkzeuge vollziehen – angefangen von der Nutzung des Feuers bis hin zur digitalen Revolution.
Von Revolution spricht man dann, wenn unsere bisherigen Erfahrungen nicht mehr hinreichen, um unsere Zukunftsvorstellungen zu realisieren. Dann muss sich etwas grundlegend ändern. Solche Änderungen können als eine Revolte der Masse losbrechen, aber sie können sich auch als eine umwälzende Neuerung im Denken ereignen. Meistens sind die Änderungen nachhaltiger, wenn dem gesellschaftlichen Aufbegehren ein Wandel des Denkens vorausgeht.
Bedeutet das nicht auch, dass sich „Verbesserungen nur durch eine Revolution des Denkens jedes Einzelnen über sich selbst und seine Rolle in der Gesellschaft erreichen lassen?“
Und was folgt daraus für uns selbst – wo steht es für uns ganz persönlich und als Teil einer sich zur Zeit wieder neu organisierenden Gesellschaft an, unsere Lebens- und Denkmuster zu ändern?
Und woran wollen wir uns dabei orientieren?
Sich mit diesen Fragen auseinanderzusetzen, sie nicht nur zur Kenntnis zu nehmen und schnell wieder beiseite zu schieben, ist nicht nur dringend notwendig, sondern durchaus auch heilsam; denn nur auf dem Wege einer bewussten Auseinandersetzung können wir zu dem kommen, was wir wirklich wollen, weil es das Beste ist.
Ergreifen wir also die Gelegenheit, im Rahmen eines Philosophischen Cafés gemeinsam und unter philosophischer Gesprächsführung über dieses bedeutungsvolle Thema nachzudenken. Wagen wir ein radikales, starkes Denken, das es mit sich selbst aufnimmt!

Samstag, 28. August 2021, 17.00-19.00 Uhr im Kepía Haus
Honorar: 30,- € Euro (incl. Getränke)
Mit Anmeldung